St. Anna Kapelle
Die frühere Friedhofskapelle diente im 18. Jahrhundert nach dem verheerenden Kirchenbrand als Ausweichstelle für Gottesdienste, bis der Neubau der Pfarrkirche fertig gestellt war.
Die Kapelle präsentiert sich im Vergleich zur prunkvollen Pfarrkirche in einer schlichten, barocken Fassung mit gotischen Bauelementen.
Von besonderer Bedeutung ist die angegliederte Gruft, die Fragmente eines Totentanzes aus dem Frühbarock zeigt. In insgesamt 13 Szenen zeigt die gut erhaltene Wandbemalung reiche Bürger im Reigen mit dem Tod. Der Tod selbst wird als Posaunenbläser personifiziert. Erst im Jahre 1986/88 wurde das Totentanzfresko wieder entdeckt und zählt heute zu den bedeutendsten Totentanzfresken des Barock. Bereits 1978 entdeckte man an der Südwestecke der Kapelle einen unterirdischen Karner, in dem sich die Gebeine von mehr als 300 Toten sowie aufschlussreiche Kleinfunde wie z. B. Münzen aus dem 16. Jahrhundert befanden. Die Bauzeit des Karners lässt sich daher auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datieren.
Die Kapelle sowie der renovierte Karner können bei der Stadtführung oder nach Absprache mit dem Pfarramt Viechtach besichtigt werden.
Information:
Tourist-Information Viechtach, Tel. 09942/1661
Kath. Pfarramt, Tel. 09942/5061