Burg Altnussberg
Eine versunkene, mittelalterliche Stätte erwacht zum Leben. Archäologen, Ingenieure, Bauarbeiter und zahlreiche Freiwillige haben 1983 die Burgruine Altnussberg aus ihrem mehr als 500 Jahre dauernden Schlaf erweckt. In mühevoller jahrelanger Arbeit hat man Teile der imposanten Burganlage wieder aufgebaut.
Wie kann es geschehen, dass eine so große mittelalterliche Stätte vom Erdboden verschwindet? Die Antwort liegt lange zurück. Die Burg Altnussberg wurde vermutlich zwischen 1174 und 1194 im Auftrag des Grafen von Bogen erbaut. Bald wurde sie zum Stammsitz des Adelsgeschlechts der Nußberger, die diese dann aber an die Degenberger veräußerten. Hans von Degenberg war einer der Anführer des Böcklerbundes 1468, dem Aufstand der Bayerwaldritter gegen die Politik von Erzherzog Albrecht IV. von Bayern. Albrecht aber machte kurzen Prozess mit den Aufständischen und schleifte die Burganlage Altnussberg . Im Laufe der Jahrhunderte verschwand die Ruine mehr und mehr unter einer meterdicken Erdschicht. Bei den Ausgrabungsarbeiten stieß man auf wertvolle Funde aus dem Mittelalter. Sie reichten von Gegenständen des täglichen Bedarfs bis hin zu Kriegshandwerk. Die exklusiven Funde sind heute in einem eigens dafür eingerichteten Burgmuseum ausgestellt und gewähren Ihnen einen interessanten EINblick in das mittelalterliche Leben im Bayerischen Wald und einen wunderschönen AUSblick auf das Bayerwaldpanorama.
Öffnungszeiten:
Ganzjährig frei zugänglich.
Führungen:
Donnerstag: 16:00
Das Burgmuseum ist zur gleichen Zeit geöffnet.
Weitere Führungen nach Vereinbarung mit der Tourist-Info Geiersthal
Infos:
Tourist-Info Geiersthal, Tel. 09923/84150